Der Grund lag in der Familie: Thalers Mutter entwickelte eine schwere Spielsucht und entnahm über Jahre Firmengeld — am Ende fast 200.000 Mark. Karin erfuhr vom Ausmaß durch einen Brief einer Kollegin, während ihre Mutter später ins Gefängnis kam.
Um die Mutter zu schützen, übernahm Karin die Bürgschaft für die Summe und stieß damit an ihre finanziellen Grenzen. Sie schildert, wie sie parallel zum Set Verantwortung übernehmen, Anwälte organisieren und vor der Öffentlichkeit Fassade wahren musste. Zeitweise fehlte es so sehr, dass sie und ihr Mann sogar von Katzenfutter lebten — ein Detail, das sie bewusst in ihre Autobiografie "Stark, weil ich stark sein musste" aufnahm.